Dankbrief vom September 2014

 

Johnny wird im Universitätsklinikum des Saarlandes in Homburg chemotherapeutisch behandelt. Die dortige kinderonkologische Klinik ist weltweit eine der renommiertesten und erfahrensten.

Johnny hat bereits fünf von insgesamt sechs Chemozyklen hinter sich. Nach jedem Zyklus darf er zur Erholung rund zwei Wochen lang nach Hause. Während der Erholungsphasen muss er alle zwei Tage zur Blutabnahme ins Klinikum kommen.

Johnnys saarländisches Zuhause liegt in Alsweiler bei Sabine und Hans Theobald. Seit er sich einmal zu fragen traute: „Sabine, darf ich Oma zu Dir sagen?“, nennt er beide Oma und Opa. Theobalds betrachten Johnny wie einen ihnen vom Schicksal zugeführten weiteren Enkel und fühlen sich für ihn verantwortlich. Sie besuchen ihn während der stationären Aufenthalte täglich, fahren ihn in den Erholungsphasen zu allen Untersuchungen, kümmern sich um ihn ebenso rührend wie tatkräftig und sind immer strahlend gut gelaunt. Was täten wir ohne unser wunderbares Ehepaar Theobald?!

Auch im Klinikum erfährt Johnny viel menschliche Zuwendung. Ein kleines Beispiel:  Als eine Untersuchung sich einmal länger hinzog, wurde die treulich wartende Oma Sabine vom Chefarzt, Herrn Prof. Graf, vorzeitig „entlassen“. Dieser fuhr Johnny dann selbst die 43 km nach Hause, nicht ohne Johnny unterwegs erstmal zum Essen einzuladen. 

Die Behandlung schlägt sehr gut an. Wie Herr Prof. Graf uns jetzt gesagt hat, wird Johnny nach dem sechsten Zyklus entlassen werden können und ist dann „wahrscheinlich dauerhaft geheilt“. Ein besseres Ergebnis kann man sich nicht wünschen.

Dennoch muss Johnny sich danach jahrelang, anfangs im Dreimonatsrhythmus, jeweils zwei- bis dreitägigen Kontrolluntersuchungen unterziehen, damit mögliche Rückfälle in einem frühen Stadium entdeckt werden können. Die Gefahr eines Rückfalls ist aber laut Herrn Prof. Graf gering.

Und nun die weitere gute Nachricht. Da die Behandlung komplikationslos verläuft, ist sie bei weitem nicht so teuer wie zunächst angenommen. Mit den eingegangenen Spenden sind die Kosten bis zu Johnnys Entlassung voraussichtlich gedeckt! Auf unseren Aufruf in der Saarbrücker Zeitung vom 23.07.14 und private Anfragen erhielten wir 10.365 €, die wir in zwei Tranchen an die Klinik überwiesen haben. Die Kindernothilfe Saar, die mit uns zusammen in dem SZ-Artikel aufgerufen hatte, rundete die an sie gezahlten Beträge auf 6.000 € auf. Die Luxemburger "Fondatioun Kriibskrank Kanner" (Stiftung für krebskranke Kinder) beteiligte sich mit großzügigen rund 40.000 €. Den Löwenanteil an Spenden warb die Caritas Neunkirchen mit verschiedenen Aktionen ein: märchenhafte 55.000 € (Stand Mitte September). Darin enthalten sind 3.000 €, die bei einem Wohltätigkeitskonzert des Gitarrenorchesters Alsweiler zusammenkamen. Überschüsse und noch weiter eingehende Spenden werden für die späteren Kontrolluntersuchungen verwendet werden.

Herr Prof. Graf hat uns gebeten, allen Spenderinnen und Spendern „ganz viel Liebes“ zu übermitteln. Johnny ist von der großen Hilfsbereitschaft überwältigt und möchte ebenfalls herzlichen Dank sagen.

Noch ein Hinweis zu Spendenbescheinigungen: Diese werden wir in aller Kürze versenden. Einige wenige der Überweisungen, bei denen der Wunsch nach einer Spendenbescheinigung vermerkt war, enthalten leider unvollständige oder gar keine Anschriften. Wenn Sie trotz Ihres ausdrücklichen Wunsches nicht bald eine Spendenbescheinigung erhalten, dürfte dies der Grund sein - teilen Sie uns dann bitte Ihre vollständige Anschrift mit.

Mit erneutem verbindlichstem Dank für Ihre Hilfe und allen guten Wünschen für Sie,

Ihre Gisela Heil                                                                                                                       

Vorsitzende

 



John und seine Gastmutter Frau 

   Johnny mit seiner Gastmutter vor der Chemotherapie                   Nach dem ersten Chemozyklus